Industrienacht 2019 – Firmenbesichtigung

Am 17. Mai 2019 findet die zweite Thuner Industrienacht statt. Mit dem Rundtourenbus kann auch die Firma Primaform besichtigt werden. Die Primaform AG ist im Werkzeug- und Formenbau tätig.

«Wir liefern die Form zur Herstellung von Kunststoffteilen.»

Viele Alltagsgegenstände sind heute aus Kunststoff. Wie wird aber dieser Kunststoff in die richtige Form gebracht? Die Primaform baut genau diese «Gugelhopfform» damit die Teile so aussehen, wie sie am fertigen Produkt zu tausenden benötigt werden.

«Vielfach ist das Werkzeug extrem viel grösser als das fertige Bauteil.»

Mit der Vorstellung wie das Endprodukt aussehen muss kommen unsere Kunden zu uns. Die eigene Konstruktion geht von diesen Angaben aus, berechnet allfällige Grössenveränderungen durch Temperatur und Geometrie und konstruiert dann drum herum das nötige Werkzeug. Die besondere Schwierigkeit ist dabei, dass das Teil vollständig und automatisiert aus dem Werkzeug herausgenommen werden muss. Dazu sind Formschrägen, Auswerfer und mechanische Schieber nötig, teilweise werden aber auch pneumatische, hydraulische oder sogar elektrische Komponenten mit einer Steuerung eingesetzt. Diese Formen können wir mit unseren Maschinen intern bis zu einer Dimension von ca. 1 Kubikmeter in einer sehr hohen Fertigungstiefe herstellen.


Ausgestelltes Werkzeug an unserem Kundentag (Jungfrauzeitung)

 

«Wir können keine Bohrung mehr machen ohne 3D-Modell und Computer.»

Hergestellt werden diese Formen aus Stahl in unserer Produktion. Neben hochpräzisem 5-Achs-Fräsen kommen die Bearbeitungsverfahren Schleifen, Senkerodieren, Drahterodieren und Laserbearbeitung zum Einsatz. Die erwartete Präzision ist nur dank modernster Anlagen und gut ausgebildeten Polymechaniker zu erreichen. Die Programmierung der Maschinen erfolgt am PC-Arbeitsplatz, die Grundlage ist dabei das 3D-Volumenmodell aus der Konstruktion. Grosse Serien gibt es bei uns nicht, viele Bauteile sind komplizierte Unikate, die Arbeit hochspannend.

 «Ein exaktes Auge und Handarbeit ist unumgänglich.»

In der Montage finden die Feinabstimmung und der Zusammenbau statt. Dabei ist ein genaues Auge, präzise Arbeit und die Liebe zum Detail erforderlich. Dort steht der Mensch noch mehr im Zentrum, der Werkzeugmacher ist für die Funktionsfähigkeit des fertigen Werkzeuges verantwortlich – viel davon ist auch heute noch Handarbeit.

«Wir müssen dort beginnen wo andere aufhören.»

Der internationalisierte Markt fordert dabei eine hocheffiziente Arbeitsweise, mittels hoher Automation, innovativen Technologien und der Fähigkeit hochkomplexe Formen zu bauen, behaupten wir uns seit über 60 Jahren am Markt. Um unser Bedürfnis nach Spezialisten stillen zu können, bilden wir eigene Polymechaniker und Konstrukteure in unserem spannenden Umfeld aus.

 

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