Laserbearbeitung im Formenbau

Die Lasertechnologie breitet sich auch im Werkzeug- und Formenbau aus. Anfänglichs hauptsächlich zur Gravur von Kavitätsbezeichnung und Beschriftung der Bauteile. Zwischenzeitlich bieten sich aber interessante neue Möglichkeiten. Neben der optischen Oberflächenveredelung, findet der Laser auch mehr und mehr Einsatz zur Substituierung von bekannten Fertigungsverfahren. Das gebündelte Licht trägt dabei Schicht für Schicht an einem metallischen Material ab.

Interessant ist insbesondere die Möglichkeit 5-Achsig zu verfahren. Somit können Laserbearbeitungen an Stellen ausgeführt werden, die früher undenkbar waren. Dabei kommt eine Kombination von mechanischem Verfahrweg, analog einer Fräsmaschine, und Bewegung der Galvoscanner der Lasersystems zum Einsatz. Die grosse Kunst ist dabei, die Laserbearbeitung so zu verzahnen, dass am Ende der Bearbeitung nicht mehr sichtbar ist, wann die Maschine sich mechanisch neu positionieren musste. Obwohl der Laserstrahl selbstverständlich optimalerweise Lotrecht auf einer Fläche auftrifft, ist es bei schwer zugänglichen Objekten auch möglich diesen Winkel zu verändern. Somit ist zum Beispiel auch eine Innengravur eines Rohres denkbar.


5-Achs-Bearbeitung eines gefrästen Aluzahnrads zu Demonstrationszwecken

 

Die Anwendungsmöglichkeiten der Technologie sind beinahe grenzenlos. Interne Herausforderungen oder konkrete Anfragen von extern eröffnen immer wieder neue Tätigkeitsfelder.

Die eigentliche Spezialität der 5-Achs-Maschinen ist das Lasertexturieren. Dabei werden in einen beliebigen Formeinsatz Strukturen eingebracht, die das Design des Produktes unterstützen. Das bekannteste Beispiel sind die Lederimitation auf dem Armaturenbrett von Fahrzeugen. Was in der Automobilindustrie schon fast Standard ist, findet im Medizinalbereich erst nach und nach Einzug. Individuelle Strukturen können das Produktdesign und die Marke unterstützen und im Verkauf ein schlagkräftiges optisches Argument darstellen.


Fritschi Xenic 10, Rautenmuster auf einer Skibindung

 

Die Haptik kann für die optimale Handhabung des Bauteils ausgebildet werden – und das auf einer beinahe beliebigen Freiformoberfläche.


Haptik kombiniert mit Design, direkt in Metall gelasert.

 

Interessant ist auch die Option, eine klassische Erodierstruktur nachzubilden. Sofern der Formeinsatz dies erlaubt, kann die Formkavität komplett mittels Hartfräsen bearbeitet werden. Die gewünschte Oberflächenstruktur wird anschliessend einfach per Laser eingebracht. Das aufwändige und langsame Verfahren des Erodierens entfällt somit komplett. Natürlich ist auch eine geschickte Kombination der beiden Verfahren möglich.


Formeinsatz mit Lasertextur

 

Die abtragende Fähigkeit des Lasers kann auch für weitere Zwecke benutzt werden. Klassiker ist dabei sicher die Formnestbezeichnung oder das Einbringen von Logos in Formeinsätze. Präzise und gut lesbare Skalen für medizinische Geräte können ebenso gelasert werden, insbesondere auf Freiformflächen wo bisher eine Beschriftung nur schwer möglich war oder alternativ mittels Label aufgebracht werden musste.  Es können Entlüftungen an mechanisch schwer zu bearbeitenden Stellen eingebracht werden. Ebenso können komplexe Stanz- oder Prägestempel hergestellt werden, Tiefengravuren stellen kein Problem dar.

 

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Ihr direkter Kontakt:


CIrill Huber
Leiter Lasertechnologie
c.huber@primaform.ch 

Die Primaform AG ist spezialisiert auf Werkzeug- und Formenbau, fertigt aber im Auftrag auch Präzisionsteile. Den anspruchsvollen Technologien Senkerodieren, Drahterodieren, 5-Achs-Simultanfräsen, Laserstrukturieren und Laserschweissen kommt dabei besondere Bedeutung zu. Spezialitäten der Firma sind dabei die Automatisierung in Spritzgussformen, das Lasertexturieren und die Verzahnungstechnik.